Neues Wohnen -  Lebensraumgestaltung

Im Zuge der Auflösung des Salvatorkollegs, ein Kloster des Salvatorianerordens in Hörbranz, hat sich der Verein zur nachhhaltigen Nutzung des Areals gegründet und das Konzept "Kloster3000" entwickelt. Das Konzept orientiert sich an Modellen des genossenschaftlich organisierten Wohnens, wo die Bewohner Eigentümer der Anlage sind, Gemeinschaftseinrichtungen für den Haushaltsbetrieb (Wäscherei, Lebensmittellager, Großküche, Gästebeherbergung) und für die Freizeitgestaltung (Proberäume, Werkstätten, Fittnes und Spielplätze) betreiben und gemeinsam Maßnahmen in Sachen Klimaschutz und Mobilität setzen. Insgesamt wird auf den Ressourcenverbrauch geachtet und die Lebenshaltungskosten niedrig gehalten. Durch ein gemeinsames Management werden Entscheidungsprozesse und das bürgerschaftliche Engagement wirkungsvoll für eine gute Nachbarschaft gestaltet. Vorbilder solcher Konzepte sind vorwiegend im urbanen Umfeld, der Schweiz und Deutschland anzutreffen. Die Beispiele zeigen, wie ein leistbarer und gleichzeitig attraktiver Lebensraum geschaffen bzw. betrieben werden kann. Bei einem derartigen Quartier organisieren sich die Bewohner für mehr Lebensqualität und lösen die nachbarschaftlichen Probleme

unter sich. In Vorarlberg sind solche Modelle noch nicht angekommen. Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass es lohnend ist sich auch im Lande mit dem Thema auseinanderzusetzen.

 

Nach aktuellem Stand kann der Verein das Konzept Kloster3000 am Standort des Salvatorkollegs nicht umsetzen, möglicherweise jedoch Teile davon. Zudem macht es zur Umsetzung des Konzeptes Sinn, nach weiteren Standorten Ausschau zu halten.

 

Ein Gang durch die Ausstellung

Ausstellungseröffnung:

Der Regen konnte die Interessenten nich abhalten zur Ausstellung zu kommen. Die Ausstellung der Regionalentwicklung Vorarlberg nimmt bezug aus das Neue Wohnen und das Konzept Kloster3000

 

 

Die Bürgermeister und die Ausstellungsverantwortlichen eröffnen sichtlich gelaunt die Ausstellung "Neue Nachbarschaft" im Hof des Salvatorkollegs.

 

Im Bild v.l.n.r: Mag Peter Steurer Regio-V,

Sen.Lect. DI Mag.arch Mag.phil Wolfgang Fiel UNI-Wien, Bgm. Andreas Kresser, Obm. Franz Rüf, alt.Bgm. Dr.Michael Simma

 

 

In Gruppen werden die Besucher durch die Ausstellung geführt und von Dr.Paul Stampfl, Mag Peter Steurer, Mag Martin Hebenstreit und Franz Rüf zu den einzelnen Themen informiert.

 

Im Bild Gruppe P.Stampfl und P.Steurer

Exkursion zu guten Beispielen

Bei der Suche nach Ansätzen sind wir auf gute Beispiele genossenschaftlich organisierter Betreibermodelle gestoßen, wo selbstbestimmtes, leistbares Wohnen und gelebte Gemeinschaft funktioniert.

 

Bild: Besuch der Genossenschaft "Mehr als Wohnen", professionelle Präsentation eines durchdachten Konzeptes.

Insbesondere in der Schweiz und zunehmend in Deutschland haben sich genossenschaftlich organisierte, spekulationsfreie und leistbare Wohnmodelle etabliert. In der Vorbereitung konnten wir solche besuchen. Kennzeichen solcher Modelle sind: Miteigentum statt Mieten, Unkündbare und spekulationsfreie Wohn- und Gewerbeflächen, Lebensabschnittgerechtes Wohnen, großzügige Gemeinschaftseinrichtungen (Gemeinschaftsküche, Gäste- und Freizeiträume), organisierte Nachbarschaft, gesicherte Kapitaleinlage.

 

Hier ein paar Links zu guten Beispielen:

https://www.wagnis.org/,  www.kalkbreite.net ; www.mehralswohnen.ch ; www.giesserei-gesewo.ch

Stand der Entwicklung

Das Dokument Szenario Kloster 3000 ist als Grundlage für eine Machbarkeitsstudie konzipiert. Das Szenario bedient sich Vorbildern von umgesetzten genossenschaftlich organisierten Wohnanlagen und geht auf die Spezifika des Ortes (Kloster) und der Umgebung ein.

Aktuell ist ein Immobilienunternehmen mit dem Betrieb des Bestandsgebäudes und mit der Quartiersplanung von der Ordensleitung beauftragt.

Der Verein zur nachhaltigen Nachnutzung ist eingeladen, seine Überlegungen zur gemeinschaftlich organisierten Lebensraumgestaltung, wie das im Konzept Kloster3000 vorgesehen ist, in den Planungsprozess einzubringen. Hier ist ein Zeitraum von 3 Jahren vorgesehen.

Das Konzept hat die Diskussion um leistbares Wohnen und Leben in Vorarlberg befeuert. Es hat das Interesse vieler Institutionen und einzelner Personen, die sich als Akteure beteiligen wollen, geweckt.

Leader-Projekt "Neue Nachbarschaft"

Die Regionalentwicklung hat das Thema ebenfalls aufgegriffen und beschäftigt sich mit Neuen Wohnformen, die es Bürgern ermöglicht, das Wohnen leistbarer, der Zeit angemessen und attraktiver zu gestalten. Das Projekt läuft unter dem Titel "Neue Nachbarschaft" Das Konzept Kloster3000 dient als ein Beispiel einer solchen neuen Konzeption.

Laufende Information:

https://www.regio-v.at/neue-nachbarschaft-news